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Thema des Tages
Thema des Tages von Gestern den 15.12.2025 - (neu um 11 Uhr)
Wetter aktuell
 
 

Wetter aktuell

Was tun an grauen Tagen?



Die Überschrift deutet es bereits an - ruhiges Hochdruckwetter steht in den kommenden Tagen ins Haus. Was man mit solch grauen Tagen anfangen kann, soll im heutigen Thema des Tages nachgegangen werden.



Das Wetter sowohl für den heutigen Montag als auch die kommenden Tage ist im Grunde schnell erzählt und wurde in den vergangenen Tagen an dieser Stelle bereits ausgiebig erläutert. Hoch FRIEDA, welches aktuell mit ihrem Zentrum auf der Balkanhalbinsel zu finden ist, beschert uns weiterhin ruhiges Vorweihnachtswetter. [Bild1_zentriert] Damit verbunden sind teils zähe Nebel- und Hochnebelfelder in den Niederungen des Südens und in Teilen der Mitte. Besonders beständig halten dürften sich diese an der unteren Donau. Dort erreichen die Temperaturen im Tagesverlauf allenfalls Werte um den Gefrierpunkt. Bei solch trüben Verhältnissen erfreut einen der Kerzenglanz in der Stube doch gleich noch etwas mehr. In der nördlichen Mitte und im Norden sowie in den Hochlagen des Südens und Südwestens kommt die Sonne hingegen länger zum Vorschein, in Küstennähe ziehen zumindest zeitweise Wolkenfelder durch. Die Höchsttemperatur liegt in diesen Regionen bei 5 bis 11 Grad. An der Küste und im höheren Bergland weht zeitweise ein böiger Wind aus südlichen Richtungen. In Ostsachsen macht sich der Böhmische Wind bemerkbar, ein kalter Fallwind, bei dem Kaltluft aus dem Böhmischen Becken beim Überströmen der Böhmisch-Sächsischen Grenzgebirge als Fallwind in die angrenzenden Täler einbricht und die Windgeschwindigkeit dabei zunimmt (https://www.dwd.de/DE/service/lexikon/Functions/glossar.html?lv3=100 486&lv2=100310). In der Nacht zum Dienstag ist es teils klar, teils ziehen Wolkenfelder durch. Im Süden bilden sich erneut Nebel- und Hochnebelfelder bzw. bestehende können sich im Laufe der Nacht ausbreiten. Die Temperaturen gehen dabei zurück auf Werte zwischen +8 Grad im Westen und bis -5 Grad im Süden. Auch in den kommenden Tagen ändert sich an diesem Wettercharakter wenig. Im Westen und Nordwesten ziehen mal mehr, mal weniger dichte Wolkenfelder durch, die ein paar Regentropfen im Gepäck haben. In den übrigen Regionen gibt es eine Mischung aus (Hoch-)Nebel und mal kürzer, mal länger andauernden sonnigen Phasen. Beständig trüb bleibt es im Südosten, wo es nachts frostig ist und am Tag nur für niedrige einstellige Temperaturwerte reicht. Ansonsten ist es mild bei 5 bis 13 Grad. Doch nun zurück zur Überschrift und zu der Frage, was man mit solch grauen Tagen in der Adventszeit anfangen kann? Wir haben heute Montag und damit den ersten Tag einer möglicherweise kompletten Arbeitswoche. Da kann es durchaus passieren, dass man morgens im Dunkeln anfängt und auch im Dunkeln wieder nach Hause kommt. Man hätte von einem sonnigen Tag also unter Umständen sowieso nichts. Falls man doch das Glück hat, zeitweise frei zu haben, ist es jedem selbst überlassen, einen kleinen Spaziergang zu machen, wobei es in den Regionen mit Sonnenschein sicherlich etwas leichter fällt. Im gestrigen Thema des Tages ging es um die wenigen Regionen, die das Glück haben könnten, Sternschnuppen der Geminiden zu erspähen (https://www.dwd.de/DE/wetter/thema_des_tages/2025/12/14.html). Damit wäre ein Abendprogramm also bereits gefunden. Ganz unabhängig vom Wetter gibt es natürlich vorweihnachtliche Aktivitäten, sei es ein Besuch der zahlreichen Weihnachtsmärkte oder der obligatorische Geschenkekauf. Zieht es einen nicht nach draußen, so bieten sich erst recht allerhand Möglichkeiten. Die Weihnachtsbäckerei schläft bekanntlich nie. Sind schon alle Geschenke beisammen, die "nur" noch verpackt werden müssen, oder bevorzugt man sowieso, diese selbst zu basteln, so ist aktuell die perfekte Zeit dafür. Oder man liest ein gutes Buch bei einer Tasse Tee. Falls Sie sich für meteorologische Themen interessieren oder jemanden kennen und für diese Person noch ein Geschenk benötigen, so finden sich hierzu im Thema des Tages vom 21.11.2025 einige gute Tipps (https://www.dwd.de/DE/wetter/thema_des_tages/2025/11/21.html). Nicht nur für Kinder sind Märchen mit meteorologischem Bezug von Interesse (https://www.dwd.de/DE/wetter/thema_des_tages/2024/2/27.html). Zählt man nicht zu den Leseratten und bevorzugt lieber Film und Fernsehen, so findet sich auch hierbei sicherlich für jeden etwas. Im Thema des Tages vom 07.12.2025 werden filmische Vorschläge gemacht, die Elemente der Zeit und des Wetters beinhalten (https://www.dwd.de/DE/wetter/thema_des_tages/2025/12/7.html). Das Thema des Tages vom 28.11.2024 handelt wiederum unter anderem von Laura Bassi, der ersten Universitätsprofessorin Europas, die sich bei ihren Forschungen der Entwicklung eines Blitzableiters widmete (https://www.dwd.de/DE/wetter/thema_des_tages/2024/11/28.html). Überzeugt auch das nicht, so kann man beispielsweise Musik hören. Auch hierbei kann man neben den aktuell obligatorischen Weihnachtsliedern durchaus Lieder wählen, in denen das Thema "Wetter" verarbeitet wurde (https://www.dwd.de/DE/wetter/thema_des_tages/2025/11/7.html). Mag man nicht stillsitzen, um der Musik zu lauschen, kann man sich währenddessen mit allem möglichen beschäftigen. Unter anderem ist es immer wieder interessant, sich damit auseinanderzusetzen, wie die historischen Hintergründe sind und warum etwas so ist, wie es ist. Im Thema des Tages vom 19.12.2022 wurde beispielsweise auf das Lied "O Heiland, reiß die Himmel auf", dessen Hintergründe und die darin enthaltenen meteorologischen Motive eingegangen (https://www.dwd.de/DE/wetter/thema_des_tages/2022/12/19.html). Wie Sie anhand der erläuterten Beispiele sehen, findet sich also garantiert etwas zu tun, auch oder erst recht an grauen Tagen.

Meteorologin M.Sc. Tanja Egerer

Deutscher Wetterdienst Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach, den 15.12.2025

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 
 
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Thema des Tages - Gestern
Thema des Tages von Vorgestern den 14.12.2025
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Wetter aktuell

Von Meteoren, Hochnebel, Inversionen und optimaler Himmelssicht



Der Winter ist für astronomische Beobachtungen besonders in tiefen Lagen eine gewisse Herausforderung. Wenn man die meteorologischen Gegebenheiten etwas besser kennt, gibt es aber auch hervorragende Chancen.

Auf zwei alljährlich im Dezember wiederkehrende Anfragekategorien können wir uns im Vorhersagebetrieb ziemlich gut verlassen: Zum einen sind dies selbstverständlich die Auskünfte zu den Wetteraussichten für die Weihnachtszeit, zum anderen besteht aber besonders von Seiten der Medien größeres Interesse für die Witterung zur Mitte des Monats. Die Ursache dafür ist schnell gefunden: Wahrscheinlich erwecken die jährlich wiederkehrenden Sternschnuppen (Meteore) der Geminiden erhöhte Aufmerksamkeit. Die Geminiden treten regelmäßig zwischen dem 04. und dem 20. Dezember auf und sind mittlerweile einer der stärksten Meteorströme des Jahres. Das Maximum wird meist um den 14. Dezember herum erreicht. Die Sternschnuppen entstehen dadurch, dass die Erde die von einem Asteroiden bzw. einem Kometen durch Staub verunreinigte Spur kreuzt. Diese Staubteilchen dringen dabei in die Atmosphäre ein und verglühen dort. Die genaue Verunreinigungsquelle war bei den Geminiden lange Zeit nicht geklärt. Nach Untersuchungen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) scheint mittlerweile aber wissenschaftlich festzustehen, dass wahrscheinlich der Asteroid "Phaethon" der Quellkörper ist. Eine schon länger in Aussicht genommene gemeinsame Mission der japanischen Raumfahrtagentur JAXA und des DLR zum Asteroiden Phaethon ("Destiny Plus") ist nun für das Ende des Jahrzehnts avisiert. Die Vorhersagen des Weihnachtswetters und der Bewölkungsverhältnisse zur Beobachtung der Geminiden haben eines gemeinsam: Man muss die erwartungsvollen Interessenten meistens enttäuschen. Während das von vielen ersehnte tief winterliche Weihnachten mit Schnee bis ins Flachland mittlerweile eine echte Rarität ist (Achtung Spoiler: auch dieses Jahr schaut es dafür nicht besonders gut aus - sollten sich die Umstände in den nächsten zehn Tagen noch ändern, erfahren Sie es an dieser Stelle zuverlässig), sind auch die Randbedingungen zur Beobachtung von Sternschnuppen im Dezember häufig ungünstig. Ideal dafür wären klare Verhältnisse in den Nächten, die aber nicht so einfach herzustellen sind. Im Sommer werden diese sowohl bei ausgeprägten Hochdrucklagen, als auch nach dem Zusammenfall von im Tagesverlauf entstandener konvektiver Bewölkung erreicht. Allerdings sind die sommerlichen Nächte, zum Beispiel zur Beobachtung der Perseiden, ziemlich kurz. Im Winter helfen uns Hochdruckphasen (antizyklonale Wetterlagen) für diesen Zweck aber nicht viel weiter. Meistens bilden sich dabei in tiefen Lagen Nebel oder Hochnebel, die sich sogar von Tag zu Tag häufig ausdehnen. Aber auch "zyklonale" (tiefdruckgeprägte) Wetterlagen gewährleisten selten eine gute Beobachtungsmöglichkeit. Dann bleibt man zwar in den meisten Fällen von zähem Nebel oder Hochnebel verschont, allerdings sind damit einhergehend die Wolken in höheren Schichten der Atmosphäre dichter. Auch die mit zyklonalen Lagen häufig verbundenen Begleiterscheinungen wie Wind und Niederschlag laden nicht unbedingt zum entspannten Beobachten ein. Dieses Jahr fällt der Höhepunkt der Geminiden wieder in eine beständige Hochdruckphase. Die Folge davon sehen viele beim Blick aus dem Fenster: oft trüb und im Tagesverlauf kaum Auflockerungen der Hochnebeldecke. Doch für jene, die in der Nähe von Bergen wohnen, gibt es durchaus lohnenswerte Möglichkeiten (ansonsten muss man gewisses Glück haben). Oberhalb der feuchten Grundschicht sind die Beobachtungsverhältnisse, abgesehen von hohen Wolkenfeldern, meistens gut. Die Höhe der Hochnebelschicht kann dabei mit Beobachtungsdaten sogar aus der Ferne abgeschätzt werden, denn diese ist durch eine scharfe Temperaturinversion klar abgegrenzt. Die Vertikalsondierungen der Atmosphäre von heute Früh zeigen uns, dass sich die Obergrenze des Hochnebels etwa bei 800 bis 1000 m befindet. Man braucht also einen Berg, der etwas höher ist, um die besten Chancen auf freie Sicht zu haben. Zur Überprüfung der Sichtverhältnisse kann natürlich auch eine Webcam zu Rate gezogen werden.

Besonders gut sind die meteorologischen Rahmenbedingungen zur Sternschnuppenbeobachtung gegenwärtig in den höheren Lagen des Südens, insbesondere im Hochschwarzwald und in den Alpen. Abseits der eventuell leicht dunstigen Schicht in den Tälern gewährleistet die trockene Luft auf den Bergen beste Sichtverhältnisse in den nächtlichen Himmel. Auf der fast 3000 m hohen Zugspitze wird aktuell beispielsweise eine relative Luftfeuchte von unter 40 % gemessen. Damit sind Beobachtungen ohne störende Lufttrübungen fast garantiert.

Mag.rer.nat. Florian Bilgeri

Deutscher Wetterdienst Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach, den 14.12.2025

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 
 
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